48-Stunden-Briefing zu DORA, DSGVO,OT-Resilienz & Incident Response
Der 14./15. August zeigt, wie eng Energie-, Regulierungs- und Sicherheitsagenda verzahnt sind: Während die Bundesnetzagentur mit niedrigen Zuschlagswerten den PV-Zubau beschleunigt, wächst der Druck auf Netz- und IT-Resilienz in der Fläche – von regionalen Störungen bis zur Absicherung von Leit- und Schutztechnik. (BNetzA; Radio Wuppertal)
Auf EU-Ebene konkretisiert die ENISA die NIS-2-Pflichten: Die frischen Leitfäden übersetzen Rechtsnormen in Rollen, Evidenzen und technische Maßnahmen – hilfreich, weil viele Häuser jetzt ihre Control-Kataloge und Dashboards befüllen müssen. DLA Piper liefert die Einordnung und praktische Hinweise zum Nachweis. (ENISA; DLAPiper)
Im Finanzsektor schärft die BaFin DORA-Dokupflichten und verweist auf ESAs-Taxonomien – wer Register of Information, Auslagerungen und Drittparteien nicht datenmodelliert, wird Reporting-Reifeziele verfehlen. (BaFin)
Operativ verschärft sich die Bedrohungslage: CISA setzt zwei aktiv ausgenutzte N-able-Lücken auf die KEV-Liste; parallel meldet das US-Justizministerium Vermögenssicherungen in einem Ransomware-Kontext – ein starkes Signal für Strafverfolgung und ein Weckruf für MSP-Ketten. (CISA; DOJ)
Tool-seitig liefern Anbieter Bausteine für die Defense-in-Depth: Splunk’s ESXi-Guidance (Detection-Stories, Log-Onboarding) und CheckPoint’s neue ThreatCloud-Signaturen/Advisories (u. a. SQLite, Pinot) adressieren hochrelevante Pfade in IT/OT-Umgebungen. (Splunk; Check Point)
Für OT-Betreiber kam zudem ein praxisnaher Schub: Die OT-Asset-Inventory-Guidance von CISA & Allies sowie ein GoogleCloud–Mandiant-Report zu OT-Risiken liefern Blaupausen für Inventar, Priorisierung und Monitoring – essenziell, wenn potenzielle OT-Verluste im dreistelligen Milliardenbereich kolportiert werden.(ExecutiveGov/AHA; Industrial Cyber; SC Magazine)